Das WIR in Waldorf – Kollegium macht Schule
Ein international eingesetzter Fragebogen auf Basis der Erkenntnisse der Hattie-Studie
– nun auch für Waldorfschulen in einer eigenen Umfrage durchführbar!
Jetzt seid IHR dran
- Wie zuversichtlich arbeiten WIR in unserem Kollegium?
- Die Kollegiumsarbeit bildet das HERZ jeder Waldorfschule: Eine schnelle Umfrage zu den Stärken und Schwächen
- Wir nutzen die Erkenntnisse der neusten Hattie-Studie für UNS
- Mit anschließendem Workshop für schnelle Hilfe für die Kollegiumsarbeit mit individuellen Handlungsempfehlungen für JEDE mitmachende Schule
Aufzeichnung der Info-Webinare für alle interessierten Kollegien.
Aufzeichnung und Präsentation zur Hattie Studie von Prof. Dr. Klaus Zierer (Webinar vom 13. März 2025)
Mögliche Konferenztage zum Ausfüllen der Umfrage:
20., 27. März oder 3. April 2025
Anmeldung zur Teilnahme an der Umfrage für Waldorfschulen:
mitmachen[at]waldorfschule.de
Bitte beachten Sie, dass eine Teilnahme nur noch bis zum 28.04.2025 möglich ist.
Wer ist Hattie? News4teachers berichtet in einem aktuellen Beitrag ausführlich und mit weiterführenden Links.
Aufzeichnung der ARD-Sendung DAS! mit Harald Lesch und Bildungsforscher Klaus Zierer zum Thema Bildung in Deutschland.
Wie positive kollektive Selbstwirksamkeitserwartung des Kollegiums zu einer guten Schule beiträgt
Eine Möglichkeit, Schulqualität sichtbar zu machen
Was das ist und wie sie uns hilft Schule besser zu machen!
2013 erscheint die sog. Hattie-Studie, eine Meta-Studie über die Bedingungen schulischer Leistung, zu deutsch „Lernen sichtbar machen“. Die Meta-Studie verdichtet sehr viele einzelne Studien, hat also ein extrem breite internationale Datenbasis. Gerne zitiertes Ergebnis: ausschlaggebend für den guten Lernerfolg sei mit weitem Abstand die Persönlichkeit der Lehrkraft.
2024 erscheint eine überarbeitete Fassung, für die weitere Kriterien untersucht wurden. In den Mittelpunkt rückt nun das Kriterium „kollektive Selbstwirksamkeitserwartung des Kollegiums“: Je stärker das gesamte Kollegium von der eigenen Wirksamkeit in ihrem Tun überzeugt ist, desto besser sind die Lernerfolge ihrer Lernenden.
Kollektiv, mit dem ganzen Kollegium. Das Kollegium macht kollektiv Schule!
Prof. Klaus Zierer, Erziehungswissenschaftler an der Universität Augsburg und Mitherausgeber der deutschen Übersetzung der Hattie-Studie, hat in den vergangenen Jahren auf diesem Kriterium basierende Fragebögen entwickelt, die international bei Erhebungen zur Schulqualität zum Einsatz kommen. Außerdem hat er aus den Ergebnissen der Hattie-Studie Handlungsempfehlungen für die Schul- und Unterrichtspraxis abgeleitet[1]. Die Fragebögen, deren Bearbeitung zwischen 10 und 20 Minuten dauert, beinhalten knapp 20 Fragen zu 5 Themenkomplexen wie bspw. „Aktivitätserleben“ oder „Einflusserwartung“ des Kollegiums.
[1] Klaus Zierer (2023): Hattie für gestresste Lehrer 2.0
Schnelle und einfache Erhebung zur Erfassung der Selbstwirksamkeitserwartung von Kollegien – auch an Waldorfschulen
- Waldorfschulen, Montessorischulen und Freie Alternativschulen nehmen Anfang 2025 an einer Erhebung teil – selbstverständlich auf freiwilliger Basis.
- Stiftungsfinanziert erhält jede mitmachende Schule eine Selbsteinschätzung der Qualität ihrer Schule sowie auf Wunsch eine individuelle Auswertung und konkrete, einfache Handlungsempfehlungen.
- Die Erhebung wird durchgeführt vom Lehrstuhl Prof. Dr. Klaus Zierer / Universität Augsburg. Wir arbeiten in der Vorbereitung eng mit den Kolleg:innen zusammen, so dass es auf unsere Schulen passt.
- Für die Waldorfschulen / Rudolf-Steiner-Schulen sind Vorstandsmitglied Hans-Georg Hutzel und das Team der Öffentlichkeitsarbeit | Kommunikation Ansprechpartner.
- Die individuellen Ergebnisse werden nur der teilnehmenden Schule bekannt gegeben.
- Jede teilnehmende Schule hat außerdem die Möglichkeit, an einem Workshop in ihrer Region (es werden drei angeboten) teilzunehmen und spezifische Hilfestellungen zu ihrem Ergebnis zu erhalten.
- Der Bund der Freien Waldorfschulen erhält die anonymisierten Ergebnisse / statistische Auswertungen.
- Datenschutz wird selbstverständlich akribisch eingehalten.
Warum sollten wir bei der Alltagsbelastung das auch noch machen?
Bildung in Deutschland ist zahlreichen Herausforderungen ausgesetzt, die auch vor Waldorfschulen keinen Halt machen. Anstatt auf ein diffuses mögliches Qualitätsproblem der eigenen Schule zu blicken, bietet die Erhebung eine Chance, konkrete Hinweise auf die eigenen Stärken und Schwächen zu bekommen. Und Hilfestellungen, wie daran gearbeitet werden kann. Denn die Haltung im Kollegium ist ein Kriterium, das gut durch uns selbst bearbeitet werden kann und einen hohen Effekt auf die Schulqualität hat. Wichtig ist, dass die Perspektive das „kollektive Kollegium“ ist und in keinem Fall die einzelne Lehrperson (persönliche Daten werden nicht erhoben).
Der BdFWS unterstützt seine Mitglieder durch zahlreiche Angebote zur Qualitätsentwicklung. Doch was brauchen die Schulen konkret? Wohin sollte das Augenmerk vorrangig gerichtet werden? Welche Hilfestellungen werden ganz besonders benötigt? Mit Hilfe dieser Erhebung und der praktischen Auswertung hoffen wir, diese Herausforderungen noch besser zu bewältigen.
Alle 257 Rudolf-Steiner- und Waldorfschulen in Deutschland können mitmachen. Wichtig wäre, dass jeweils ein großer Teil des Kollegiums daran interessiert ist.
Anmelden kann man sich hier: mitmachen[at]waldorfschule.de
Vom Forschungsteam erhält man daraufhin einen anonymisierten Zugang für die Erhebung. Im Rahmen z.B. einer Konferenz könnte ein Zeitfenster (max. 20 Minuten) einberaumt werden, in dem die Kolleg:innen ihren Fragebogen bearbeiten.
Geplant ist eine Ergänzung des Fragebogens zur kollektiven Selbstwirksamkeitserwartung, sprich zur Haltung des Kollegiums um einige wenige Fragen zur Demokratischen Kultur an den Waldorfschulen. Dabei wird Demokratie als Lebens- und Organisationsform gesehen, die jedem Individuum in der Schule eine größtmögliche freiheitliche Entwicklung gewährt. Dieser Teilfragebogen wird gesondert ausgewertet.
Ab der Delegiertentagung Anfang Februar 2025:
Informationsphase mit Webinaren und einer ergänzenden – aber nicht zwingend notwendigen – zusätzlichen Einführung ins Thema durch Prof. Klaus Zierer startet die Erhebungsphase.
Ab Anfang März bis zum Beginn der Osterferien 2025:
Die Schulen entscheiden sich für einen Konferenztag, an dem möglichst alle – zumindest viele Kolleg:innen den Fragebogen ausfüllen.
Dieser Zeitraum muss vor den Osterferien sein! Vom BdFWS und der Uni Augsburg steht an diesen Donnerstagen technischer Support für den online-Fragebogen zur Verfügung.
Die drei möglichen Donnerstage zum Ausfüllen der Umfrage sind 20. März, 27. März oder 3. April 2025.
Ab Ostern 2025:
Die Daten der Schulen werden durch das Team von Prof. Zierer ausgewertet.
Ab Sommer 2025:
Schulen erhalten individuell ihre Auswertung der Erhebung. Der BdFWS erhält einen Überblick ohne spezifische Daten der jeweiligen Schule.
Wenn gewünscht gibt es Workshops mit möglichen Handlungsoptionen. Geplant sind regionale Workshops mit mehreren Schulen. Teilnehmende sind Kollegiumsvertreter:innen (Schulleitungsteams etc.), die mit dem erfahrenen Team um Prof. Zierer konkrete rasch hilfreiche Interventionsmöglichkeiten erarbeiten.
